Zentrum Altern und Gesellschaft · Universität Vechta
Dienstag, 28. Sept. 2010 · Von 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr · Aula der Universität Vechta
Demenz gehört zu den häufigsten Alterserkrankungen und mit der Zahl hochaltriger Menschen nimmt die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen stetig zu. Neben der medizinischen Betreuung und Pflege tragen soziale Aktivitäten wie das Singen und Musizieren wesentlich zum Erhalt und zur Steigerung der Lebensqualität bei.
Durch Musik können an Demenz erkrankte Menschen auf einer sehr individuellen und emotionalen Ebene angesprochen werden. Vor allem für Menschen, deren sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten durch eine Demenz eingeschränkt sind, gewinnt Musik als nonverbales Erinnerungs-, Kommunikations- und Ausdrucksmedium eine besondere Bedeutung. Darüber hinaus können gemeinsames Singen und Musizieren helfen, zumindest kurzzeitig aus krankheitsbedingter sozialer Isolation auszubrechen.
Die Vorträge dieses Fachtags setzen sich aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven mit der Wirkung von Musik auf Erleben, Verhalten, Gedächtnis und Lebenszufriedenheit dementiell erkrankter Menschen auseinander. In den Workshops werden in konkreten Praxisbeispielen unterschiedliche Wege des Einsatzes von Musik in der Begleitung und Betreuung demenzerkrankter Menschen aufgezeigt.
Die Fachtagung richtet sich an professionell und ehrenamtlich Tätige in der Pflege und Betreuung demenzkranker Menschen.
Prof. Dr. Gertrud M. Backes
Prof. Dr. Theo Hartogh
» Zentrum Altern und Gesellschaft, Universität Vechta «
Kooperationspartner:
» Landescaritasverband Oldenburg «
» Niels-Stensen-Werk Vechta «
» Deutsche Gesellschaft für Musikgeragogik «
Programm
09.30 Uhr Anreise, Stehkaffee Aula der Universität Vechta
10.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Gertrud M. Backes, Vechta
Vorträge:
Die Bedeutung von Musik für dementiell erkrankte Menschen
Prof. Dr. Theo Hartogh, Vechta
Neurobiologie, Musik und Demenz
Prof. Dr. Eckart Altenmüller, Hannover
12.30 Uhr · Mittagessen
14.00 – 15.30 Uhr · Workshops
„Wenn es doch endlich mal still wär …“
Achtsamkeit im Einsatz von Musik · PD Dr. Rosemarie Tüpker, Dipl.-Musiktherapeutin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
„Hast du mich wach gesungen …?“
Musik auf Rädern: Ein Konzept der ambulanten Musiktherapie · Barbara Keller, Dipl.-Musiktherapeutin, Münster
„Musik hat mich immer getröstet …“
Biographische Orientierung musikgeragogischer Methoden · Prof. Dr. Hans Hermann Wickel, Musikwissenschaftler, Fachhochschule Münster Monika Bittmann, Fachkraft für Gerontopsychiatrie, Bad Kreuznach
Fotos: Schnappschüsse aus den Workshops
„Von Musictables, Boomwhackers und Veeh-Harfen“
Innovative musikpraktische Ansätze · Helmut Schnieders, Dipl.-Sozialpädagoge, Musikgeragoge, Stiftung St. Josef, Emsdetten
„Das ist der Sog der Musik …“
Niedrigschwellige Gruppenangebote mit Musik · Ursula Christopeit-Mäckmann, M.A., Musikgeragogin, DRK Alzheimerhilfe Bochum
„Instrumentalunterricht mit dementiell erkrankten Senioren“
Kooperationsmöglichkeiten von Musikschulen und Alteneinrichtungen · Eva Kehrer, Promovendin der Universität Vechta
„Ich hör wohl nicht richtig …?“
Kommunikations- und Hörprobleme in der Altenarbeit mit Musik · Nicole Reckmann, Hörakustikerin und -beraterin, Münster
„Musik und basale Stimulation“
Praxismodelle für Pflegende und Angehörige von behinderten und demenzkranken Menschen · Christina Herberger, Dipl.-Sozialpädagogin und Musikgeragogin, Vechta








