Rhythmus hat eine „organisierende“ Kraft. Durch Rhythmus bekommt alles Struktur und Sinn, wie schon Duke Ellington sagte: „It Don’t Mean a Thing (If It Ain’t Got That Swing)“.
Auch Harmonien und Melodien sind ohne Rhythmus undenkbar, weil das Verhältnis von zwei exakt gestimmten Tönen zueinander – bezogen auf die Schwingungen pro Sekunde, die in Hertz gemessen wird – ein Rhythmisches ist. Die Oktave schwingt doppelt so schnell wie der Grundton, was einem Schwingungsverhältnis von 2:1 entspricht. Die Quinte schwingt zum Grundton in einem Verhältnis von 3:2, die Dur-Terz in einem Verhältnis von 5:4.
Ein Rhythmus muss, so wie eine schwere Dampfwalze den Untergrund plattwalzt, eine gewisse Energie haben, um zu überzeugen und das kann sehr viel Spaß machen. Versuchen Sie mal eine Party, bei der ordentlich das Tanzbein geschwungen werden soll, ohne Rhythmus zu veranstalten – wahrscheinlich wird das keine gute Party!
Die für meinen Geschmack beste Tanzmusik der Welt ist allerdings nicht der „Swing“, sondern lateinamerikanische Musik mit afrocubanischen und brasilianischen Rhythmen. Zwei sehr prägnante und bekannte „rhythmische Figuren“ aus dieser Musik hat der weltbekannte Rhythmusforscher Jürgen Wennemann jetzt sogar in der Unterwasserwelt entdeckt: Cascara und Clave, die in seinem Film von Fisch und Frosch gespielt werden.
Cascara und Clave · Ein „tierischer Groove“ von Jürgen Wennemann
Es ist wirklich eine witzige Idee, zwei „rhythmische Figuren“ so zu präsentieren und man sieht, dass Rhythmen gemeinsam zu spielen tatsächlich ein großer Spaß sein kann.
Nach dieser Session mit dem Fisch stand der Frosch, der zur Cascara die Rumba-Clave „gesungen“ hat, dem weltbekannten Rhythmus-Forscher Jürgen Wennemann und seinem Unterwassermusikforschungsteam für ein kurzes Interview zur Verfügung.
Frage an den Frosch: „Und was essen Sie am liebsten?“ Antwort: „Quark!“
Im Film handelt es sich ja buchstäblich um zwei rhythmische Figuren und gerade deswegen hat diese Art der Präsentation einen besonderen pädagogischen Wert. Und wie schon mit dem Beispiel der Tanzmusik gesagt: Rhythmus kann sehr viel Spaß machen.



Cooles Video. Wer ist jetzt Mechsner, wer Menke?
Hallo Wolfgang,
wahrscheinlich meinst Du, wer von uns beiden den Fisch und wer den Frosch klappert. Ich denke, grün steht mir besser, also mache ich den Frosch. Aber „quaken und blubbern“ können wir bestimmt beide gut.
Gruß, MM